kungfu_techniken
Das von Generation zu Generation von Mönchen entwickelte Übungssystem besteht aus  verschiedenen Übungsformen, die aufeinander aufbauen.

Das Wing Chun ist eine besonders effektive Variante des Kung Fu, die aus 6 Formen besteht:
- Drei Solo-Formen (Siu Lim Tao, Cham Kiu, Biu Tze)
- Eine Holzpuppenform (Muk Yang Chong Fa)
- Zwei Waffenformen, je eine mit Langwaffen (Luk Dim Boon Kwan) und eine mit  Kurzwaffen (Baat Cham Dao)

In der ersten Form Siu Lim Tao, die ohne Schritte geübt wird, geht es um die Basis auf der alles aufbaut. Dies ist kein Kampf mit einem Gegner,  sondern es geht um Stabilität, Präzision und eine spezielle Form der Kraft namens Gung. All dies ist erforderlich, um gegen einen Angreifer bestehen zu können.

In der zweiten Form Cham Kiu kommen Wendungen, Vorwärts- und Rückwärtsschritte hinzu. Wenn der Übende diesen Bereich beherrscht, beginnt er mit komplexen Partnerübungen, um das Verständnis für Balance und Distanz zu entwickeln.

In der dritten Form, Biu Tze, werden ankommende Kräfte verändert und ausgenutzt. Rückenmuskulatur und Ellenbogenposition werden stabilisiert. Die Koordination beider Arme unter Vermeidung von Körpereinsatz ist das bezeichnendste Merkmal dieser Übung.

Danach folgt Muk Yang Chong Fa, die Kampfbewegungen des Wing Chun. Unter Kontakt der Arme werden die Techniken der Holzpuppenform umgesetzt. Das bedeutet, in der andauernden Auseinandersetzung mit dem Partner auftretende und sich ständig verändernde Situationen jederzeit überblicken und einschätzen zu lernen.